13
Apr
2017
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Wachsbilder

Vor ein paar Wochen stieß ich – auf der Suche nach Ideen für Ostergeschenke – bei einem meiner Lieblingsfotografen, dem Steffen Böttcher , auf eine interessante Blogpost. Thema war das Aufbringen von Wachs auf ein Foto , Selbstbau von Sperrholzrahmen, ect…

Ein paar Kommentare unter diesem Artikel ( „…wenn das nicht so viel Aufwand wäre…“ oder „Ich habe keinen Platz für sowas…“ ) hatten mich dann angespornt, Abends mal den Rechner auszulassen und mich daran zu versuchen.

Es ist immer das Gleiche: Wenn ich mal sage „diesen Monat wird mal was weniger für Projekte ausgegeben“ , dann stoße ich immer auf eben solche Dinge. Ich brauchte also noch Heißluftpistole, Wachsgranulat, meine Farbpatrone am Drucker war leer, Sperrholzplatten, Leisten, Leim, Servietten,…. hmm – irgendwie fehlte mir fast alles. Aber es ja genau das, was manche davon abhält mal was neues zu versuchen. Das wollte ich mir selbst nicht nachsagen und so setzte ich mich am Mittwoch Abend hin und begann damit die Rahmen zu bauen. Einfach verschiedene Sperrholzplatten ( gibt es in jedem Baumarkt ) sowie kleine Holzleisten kaufen und schon kann man sich nen prima Rahmen als Träger für das Foto basteln.

Ich hatte mir die Fotos auf meinem uralten Canon MP280 ausgedruckt und war – hatte ich noch nie ein Bild damit gedruckt – ehrlich angetan von der Druckqualität. Das Teil hat damals so rund 70,00 € gekostet.

Die fertigen Rahmen habe ich dann noch mit weißer Acryl-Farbe angemalt, trocken lassen und dann kam das Bild auf die Holzplatte. Das heiße Wachs kann man dann satt aufbringen. Wenn es antrocknet bilden sich diese Schlieren vom pinseln. Das kann man als „künstlerischen“ Effekt durchgehen lassen oder man befreit Teile des Bildes davon indem man mit einer Heißluftpistole kurz über den Wachs geht ( Achtung!!! Nicht zu lange drauf halten, da sich Wachs auch entzünden kann ). Das verflüssigte Wachs trocknet dann wieder sehr sauber und gleichmäßig.

Als das erste Bild richtig gut geklappt hatte, nahm ich beim zweiten Bild eine zerrissene Serviette und rahmte das Bild damit ein bisschen. Einfach Wachs drüber streichen ( auf über den Rand hinaus, damit es an der Kante gut hält ) und die gleiche Prozedur wie im letzten Absatz durchführen )

Nach rund 3 Stunden war ich müde aber happy über den ersten Versuch. Der Kreativität sind da absolut keine Grenzen gesetzt. Nächste Idee wäre auf das aufgestrichene noch flüssige Wachs buntes Granulat aufzustreuen oder sowas. Bin gespannt was ich da in den nächsten Tagen noch anstelle.

Das Ergebnis war eine Auseinandersetzung mit dem Bild, welche oft genug zu kurz kommt.

Viel Spaß beim Nachmachen!

Matthias

 

 


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