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Jun
2017
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14 Tage Vollgas mit einem Lächeln im Gesicht

Puh, wo fang ich an. So viel ist in den letzten 2 Wochen passiert. Ich lag gestern Abend noch lange wach und dachte darüber nach, was aktuell alles so bei mir in der Fotografie passiert und es ist einfach unfassbar, wie sich die Dinge entwickeln.

Vorletztes Wochenende startete ich in meinen Urlaub mit einem 3-Hochzeiten Marathon, der mich – zugegeben – ein wenig benommen zurückließ. Aber was treibt mich an, dass ich diese 3 Hochzeiten in 4 Tagen fertig bearbeitet und ausgeliefert hatte ? Ich schätze es liegt daran, dass es einfach das schönste ist, was ich je im Leben gemacht habe.

Ich werde von Google geweckt mit zwei Nachrichten, die unter die Haut gehen:

Manchmal ist es noch unwirklich, da meine Selbstwahrnehmung ein wenig von dem abweicht, was andere über mich denken 🙂

Ich fahre mit meiner kleinen Familie für eine Woche in den Urlaub und bin immer noch ein wenig gefrustet, dass so wenig Anfragen für Hochzeiten reinkommen und plötzlich erreichen mich gleich mehrere Anfragen, die nicht zum Inhalt haben, wieviel ich koste, sondern einfach nur, ob ich noch frei bin an dem Tag.

Und plötzlich sitze ich hier eine Woche später und mein Auftragsbuch für 2018 zählt nun schon 4 Hochzeiten. Irre, wie die Dinge manchmal laufen.

Einer der verrücktesten ( im liebsten Sinne ) Sätze beim Kennenlerngespräch kommt von der „Braut“. „Was hab ich gesagt – wendet sie sich an Ihren Freund – unter welcher Bedingung heirate ich dich nur ?“ ER: „Du heiratest mich nur, wenn Matthias an dem Tag AUCH verfügbar ist“

„Wie war das ?? Is klar – wo ist der Eimer Wasser zum Wachwerden wenn man ihn braucht ?“

Ich komme nach Hause und bekomme eine Nachricht, dass mich die Wedding Photojournalist Association als Mitglied aufgenommen hat. Wohlmerklich – bei denen stehen nicht die Sonnenuntergangs-Gegenlicht-Portraits im Vordergrund sondern die Leistung im Fotojournalismus.

Einen Tag später bekomme ich eine weitere Zusage eines Brautpaares und sitze heute morgen fett grinsend mit meiner Familie in der Morgensonne beim Frühstück. Heute bin ich „Bulletproof“ – egal was passiert – das wird heute von mir abprallen. Morgen wird’s wieder normal sein, aber das kümmert mich heute nicht.

Warum schreibe ich das so ausführlich ? Zum Angeben ?? Mitnichten – vielmehr ist das für mich hier wie eine Art Tagebuch, dass ich bestimmt in 5 Jahren schmunzelnd noch mal öffne.

Eins weiß ich aber: Diese Dinge passieren nicht einfach so. Wie sagte neulich ein Brautpaar zu mir, dass sich für mich entschieden hatte: „Selber Schuld Matthias, wenn du so gute Arbeit ablieferst.

Das ist der Punkt. Mehr als 2 Jahre brutalste Arbeit liegen hinter mir und ich freue mich einfach und bin stolz, dass sie langsam Früchte trägt. Und dabei denke ich nicht an Geld sondern vielmehr denke ich daran, dass jedes dieser kleinen Ereignisse mein Leben mehr und mehr verbessern und bereichern und diesem Umstand Dankbarkeit zu zollen ist mir sehr wichtig und das sollte man auch immer und immer wieder tun.

Ich bin glücklich…

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